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Selbstführung beginnt in dir und nicht im nächsten Ziel

Ich habe lange keinen Blog mehr geschrieben. Nicht, weil ich nichts zu sagen hatte sondern weil das Leben mich auf andere Weise gerufen hat.


Das letzte Jahr war voll. Voll an Begegnungen, an Wachstum, an Erfahrungen. Ich durfte wundervolle kleine Retreats begleiten, intensive 1:1 Coachings halten und so vielen Frauen begegnen, die sich auf ihren Weg gemacht haben. Und während ich so sehr im Geben war, im Halten von Räumen, im Dasein für andere, ist etwas leise in den Hintergrund gerückt: das Schreiben.


Nicht ganz weg. Aber still...


Bis ich vor Kurzem meine Notizbücher der letzten 10 Jahre in die Hände genommen habe. Meine Tagebücher. Seiten voller Gedanken, voller Reflexionen, voller Emotionen. Und während ich darin geblättert habe, habe ich mich selbst wiedergefunden. Diese Art zu schreiben, mich darin zu verlieren, meine Gefühle in Worte fliessen zu lassen. Das war schon immer ein Teil von mir. Schon als Kind.


Und plötzlich war sie wieder da, diese Verbindung. Zu mir. Zu meiner Tiefe.Zu meiner Stimme.


Wenn ich heute zurückblicke auf das, was ich damals geschrieben habe, dann sehe ich nicht nur, wie sehr ich mich entwickelt habe. Ich sehe vor allem, wie ich Schritt für Schritt in etwas hineingewachsen bin, das ich heute ganz klar benennen kann:


Selbstführung...


Und vielleicht ist genau das der Grund, warum du gerade diesen Text liest.

Vielleicht erinnert er dich daran, dass auch du schon so viel weiter bist, als du denkst. Dass dein Weg dich geformt hat, auch wenn du es im Alltag manchmal vergisst. Denn genau das passiert so oft.


Wir gehen weiter, wir funktionieren, wir wachsen aber wir halten nicht inne, um wirklich zu sehen, wie weit wir schon gekommen sind...

Ich erinnere mich daran, wie ich früher oft das Gefühl hatte, noch nicht „da“ zu sein. Noch nicht genug zu wissen, noch nicht genug zu sein, noch nicht bereit zu sein. Und egal, was ich erreicht habe, mein Blick war immer auf das gerichtet, was noch fehlt.


Unser System ist darauf ausgerichtet, zu scannen. Zu prüfen. Zu hinterfragen. In der Psychologie spricht man vom sogenannten Negativity Bias. Die Tendenz, den Fokus automatisch stärker auf das zu richten, was nicht funktioniert, was unsicher ist oder was noch fehlt.


Das bedeutet, selbst wenn so viel in deinem Leben bereits da ist, wird dein Blick oft genau auf das eine gerichtet sein, das noch nicht so ist, wie du es dir wünschst.


Und genau hier beginnt Selbstführung. Nicht darin, alles positiv zu reden.

Sondern darin, bewusst zu wählen, worauf du deinen Fokus lenkst.


Immer wieder....


Ich erinnere mich an einen Moment, der für mich alles verändert hat. Es war kein grosser Durchbruch, kein lauter Wendepunkt. Es war ein stiller Moment. Ich sass einfach da und war müde vom Suchen. Müde davon, immer weiter zu gehen, ohne wirklich zu wissen, wonach ich eigentlich suche. Und in diesem Moment habe ich mir zum ersten Mal eine ehrliche Frage gestellt:


  • Was, wenn ich nicht mehr suchen müsste?

  • Was, wenn das, was ich die ganze Zeit im Aussen suche, längst in mir ist?


Diese Frage hat etwas in mir verschoben. Nicht sofort sichtbar, nicht spektakulär. Aber tief.


Ich habe begonnen, stehen zu bleiben. Wirklich stehen zu bleiben. Nicht körperlich, sondern innerlich. Habe angefangen wahrzunehmen, wie ich mit mir selbst spreche, wie oft ich mich antreibe, wie selten ich mir selbst das Gefühl gebe, dass es gerade genug ist. Und ich habe verstanden, dass Selbstführung nichts ist, was laut passiert. Es ist nichts, was du erreichst und dann abhaken kannst.


Selbstführung beginnt in diesen kleinen, fast unscheinbaren Momenten. Wenn du merkst, dass du dich gerade wieder verlierst und dich bewusst zurückholst. Wenn du bemerkst, dass dein Verstand dir erzählt, dass du noch nicht genug bist und du dich entscheidest, ihm nicht sofort zu glauben. Wenn du innehältst, statt sofort weiterzugehen.


Und vielleicht ist genau hier der Punkt, an dem sich etwas Tieferes öffnet.

Nicht nur ein anderes Denken. Sondern ein anderes Fühlen.

Ein weicher werden mit dir selbst. Ein ehrlicher Blick auf dich als Frau.


Nicht die Frau, die funktionieren muss. Nicht die Frau, die stark sein muss, immer alles im Griff hat, immer weitergeht.


Sondern die Frau, die fühlt. Die innehält. Die sich selbst hält, wenn es im Aussen stürmt.


Ich habe angefangen, mich nicht mehr nur zu entwickeln sondern mich zu verkörpern. Mich zu sehen. Mich zu würdigen. Auch in meiner Sensibilität, auch in meiner Tiefe.


Und genau darin liegt eine Kraft, die nichts mit Härte zu tun hat.

Eine stille, weibliche Kraft...


Eine, die nicht drängt... Eine die trägt...


Und aus dieser Kraft heraus wurde mir klar, ich muss keinen Ort mehr suchen, der mich hält.


Ich darf dieser Ort selbst sein.

Ein innerer Raum, in dem ich ankommen kann. Immer wieder.


Für mich ist Meditation genau dieser Ort. Mein innerer Raum, meine Welt, meine Liebe. Meine Ladestation. Wieder zurück zu mir zu kommen.

Wenn ich für einen Moment vergesse, wer ich bin.


Dann lege ich meine Hand auf mein Herz. Atme. Und erinnere mich.

Vielleicht magst du dir an dieser Stelle einen Moment nehmen.

Nicht weiterlesen. Sondern kurz innehalten...


Leg deine Hand auf dein Herz. Atme einmal tief ein… und wieder aus.


Und dann frag dich:

  • Wo in meinem Leben schaue ich gerade mehr auf das, was fehlt anstatt auf das, was längst da ist?

  • Und was würde sich verändern,wenn ich meinen Blick für einen Moment bewusst verschiebe?


Du musst nichts lösen.Nur sehen.


Das reicht...


Zum Abschluss meine Poesie an dich:


Zurück zu dir


Du musst nicht mehr suchen.

Nicht mehr werden. Nicht mehr kämpfen.


Alles, was du bist, ist längst da.

Auch wenn du zweifelst,

auch wenn du fällst,

trägt dich das Leben immer zu dir zurück.


Leise... Sanft... Echt...


Und während du noch glaubst, nicht genug zu sein,

bist du es längst.


Denn du bist.

Und so wie du bist,

bist du... Vollkommen.

Bei dir...


Ich werde Arijana’s Circle neu gestalten. Bewusster. Klarer. Tiefer.

Nicht, weil etwas gefehlt hat sondern weil ich bereit bin, es auf das nächste Level zu bringen.


Und ich freue mich auf alles, was kommt.


Mein Herz umarmt dein wunderbares Herz.


In Liebe

Arijana






 
 
 

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