Positver Impuls - Wenn der Sommer draussen ist, aber der Winter in uns bleibt
- Arijana Durmic
- 28. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Mit diesem Blog beginne ich eine neue Reihe: Positive Impulse.
Gedanken, Erkenntnisse und kleine Übungen, die mich bewegen und die ich aus meinem Alltag, meinen Erfahrungen und der Positiven Psychologie mit dir teilen möchte. Nicht, weil ich alle Antworten habe. Sondern weil ich glaube, dass wir gemeinsam wachsen, wenn wir beginnen, bewusster hinzuschauen. Und gerade jetzt fällt mir etwas immer wieder auf.
Der Sommer ist da.

Eine wundervolle Zeit. Das Leben blüht, die Menschen sitzen draussen, lachen, reisen, geniessen die langen Abende und irgendwie scheint alles leichter zu sein. Ich liebe genau dieses Gefühl. Dieses Unbeschwerte. Dieses Leichte.
Doch gleichzeitig frage ich mich immer wieder:
Was ist, wenn draussen Sommer ist, wir uns innerlich aber mitten im Winter befinden?
Wenn sich das Leben leicht anfühlen dürfte, unser Kopf aber nicht zur Ruhe kommt. Wenn wir uns zurückziehen. Wenn wir beginnen zu zweifeln.
Wenn alte Ängste plötzlich lauter werden als die Leichtigkeit des Moments. Ich kenne diese Momente gut.
Heute verstehe ich mehr denn je, wie sehr unser Verstand unser Leben beeinflusst. Wie aus Erfahrungen und Prägungen Glaubenssätze entstehen, die sich über Jahre tief in uns verankern. Sie tauchen oft genau dann auf, wenn das Leben eigentlich leicht sein dürfte.
Vielleicht kennst du Gedanken wie...
"Ich bin nicht gut genug."
"Was, wenn ich wieder enttäuscht werde?"
"Was, wenn ich die Kontrolle verliere?"
Vielleicht begegnen wir einer Situation gar nicht so, wie sie heute wirklich ist. Vielleicht begegnen wir ihr durch die Brille unserer Vergangenheit.
Unsere Erfahrungen wollen uns schützen. Unser Gehirn liebt Sicherheit. Deshalb sucht es ständig nach Gefahren, nach Erklärungen und nach Kontrolle. Doch genau dadurch verlieren wir manchmal das, wonach wir uns eigentlich sehnen:
Leichtigkeit.
Immer wieder stelle ich mir deshalb eine Frage:
Wie würde ich diese Situation betrachten, wenn ich die Brille der Leichtigkeit aufsetzen würde?
Dabei hilft mir ein Gedanke aus der Positiven Psychologie
Circle of Influence
Er erinnert uns daran, dass es zwei Bereiche gibt. Den einen können wir nicht beeinflussen. Das Verhalten anderer Menschen. Vergangene Erfahrungen. Unerwartete Ereignisse. Alles, was ausserhalb unserer Kontrolle liegt.
Und dann gibt es den zweiten Kreis. Den Kreis, in dem unsere eigentliche Kraft liegt. Dort entscheiden wir, welche Gedanken wir nähren. Welche Haltung wir einnehmen. Welche Werte uns leiten. Wie wir mit Herausforderungen umgehen.
Für mich beginnt genau dort Leichtigkeit. Nicht, weil plötzlich alles einfach wird.
Sondern weil ich aufhöre, meine Energie dorthin zu geben, wo ich nichts verändern kann.

Eine kleine Übung
Nimm dir fünf Minuten Zeit und zeichne zwei Kreise.
Den äusseren Kreis nennst du „Ausserhalb meines Einflusses“, den inneren „In meinem Einfluss“.
Schreibe in den äusseren Kreis alles, was du nicht verändern kannst.
In den inneren Kreis schreibst du alles, worauf du Einfluss hast.
Betrachte anschliessend beide Kreise.
Wo investierst du heute die meiste Energie?
Und wo würdest du dir wünschen, bewusster zu wählen?
Reflexionsfrage
Wo fliesst deine Energie im Moment hin?
Welcher kleine Schritt innerhalb deines Einflusses könnte dir heute ein Stück mehr Leichtigkeit schenken?
Ich glaube, Leichtigkeit bedeutet nicht, dass das Leben immer leicht ist. Sie bedeutet, trotz aller Herausforderungen immer wieder bewusst zu entscheiden, worauf wir unseren Fokus richten.
Denn dort, wo unsere Aufmerksamkeit hingeht, fliesst auch unsere Energie.
Mein Herz umarmt dein Herz. Geniesse den Sommer voller Leichtigkeit.
In Liebe
Arijana





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